Ennepetal lebt! Und erkämpft sich wichtige drei Punkte
Gut besuchte Wattgeht-Arena, (freundschaftliche) Derby-Atmosphäre, alles angerichtet. Doch auf dem Platz setzte zunächst nur eine Mannschaft die Akzente: TuS Ennepetal.
Von Beginn an wach, aggressiv, zweikampfstark. Die Gäste pressten früh, spielten mit Tempo und Klarheit. Wir kamen kaum zur Entfaltung, fanden keinen Rhythmus, kamen hinten nicht sauber raus.
In der 24. Minute dann das 0:1 durch Hagemann – folgerichtig. Ennepetal blieb dran und legte nach. In der 38. Minute erhöhte Dalyanoglu auf 0:2. Zu diesem Zeitpunkt war das Momentum klar verteilt: Ennepetal spritzig, fokussiert, zielstrebig.
Wir hatten unsere Ansätze, unsere Momente, aber es fehlte die letzte Durchschlagskraft. Und trotzdem: Auch diese Mannschaft lebt.
Als das Spiel schon entschieden schien, kam in der Nachspielzeit noch ein Zeichen. 90+1. Bulut bleibt dran, setzt nach, drückt den Ball irgendwie über die Linie. Kein schönes Tor, aber eines mit Charakter., Wille, Beharrlichkeit.
Das 1:2 kam zu spät.
Aber dieser Tag fühlt sich nicht wie ein Rückschlag an. Trotz aller Intensität, trotz des Kampfes auf dem Platz bleibt am Ende mehr als nur das Ergebnis.
Zum einen würden wir uns freuen, auch in der kommenden Saison wieder um die Oberliga „Kreis-Krone“ zu spielen. Deswegen drücken wir Ennepetal für den Endspurt alle Daumen.
Zum anderen ist es dieses Gefühl, dass sich heute etwas sortiert. Dass wieder Ruhe einkehren wird. Dass die Dinge sich wieder in die richtige Richtung bewegen werden.
Das gilt es dann, nächste Woche zu zeigen: Denn dann geht es für uns zur SG Finnentrop/Bamenohl, die heute auswärts in Gievenbeck einen wichtigen Sieg erzielt haben und aktuell alles dransetzen, die Liga zu halten. Also wieder ein harter Brocken.
