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Montag, 06.04.2026 20:59 Uhr

Big Trouble in Little Vreden: TSG lässt Punkte liegen

TSG zeigt Herz, aber verliert die Kontrolle

Wir lassen 3 Punkte in Vreden liegen und stellen uns damit selbst ein Bein im Kampf in der Liga.

Der Spielbeginn war zum Haareraufen: Die TSG zu Beginn überfordert, ohne echten Überblick. Vreden stürmt in den ersten Minuten auf das TSG-Tor, Knällmann steht früh unter Dauerbeschuss. In der 8. Minute ist es dann soweit: Vredens Teufelskerl Heisterkamp trifft mit Kopf und Köpfchen zum 1:0.

Danach entwickelt sich ein hart umkämpftes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Vreden körperbetont, wir halten dagegen. Die Partie bleibt offen, intensiv, auf Messers Schneide.

Zur Klarstellung: Was unsere Mannschaft zeigt, verdient Respekt. 80 Minuten Kampf, Wille, Mentalität. Selbst in Unterzahl in der 2. Halbzeit stehen wir stabil, lassen uns nicht auseinandernehmen und bleiben im Spiel. Das ist unsere DNA.

Aber genau hier liegt das Problem: Wir bringen uns immer wieder selbst in diese Situationen. Das ist kein Zufall mehr, das ist fehlende Kontrolle.

Bestes Beispiel Anhari Z: Gerade erst von seiner Gelbsperre zurück, schrammt zuletzt gegen Wattenscheid noch an Gelb-Rot vorbei – und sieht kurz vor Ende der ersten Halbzeit diesmal Rot. Eron Morina, nach seiner Roten Karte gegen Lippstadt gerade erst wieder spielberechtigt, kommt in der 86. Minute – und fliegt in der Nachspielzeit erneut vom Platz.

Das darf so nicht passieren.

Das ist nicht clever, das ist nicht kontrolliert.

So tolle Spieler, auf die wir jetzt verzichten müssen. Das ist sehr schade.

Natürlich: Auch Vreden geht körperbetont zur Sache und kassiert zwei (dunkel)gelbe Karten. Vreden war insgesamt ein unangenehmer Gegner in vielerlei Hinsicht. Die Intensität, die Zweikämpfe.

Daher zusammenfassend: Kämpfen können wir. Aber wir müssen endlich von der ersten Minute an wach sein und vor allem disziplinierter auftreten. Sonst drehen wir uns im Kreis.

Nächster Gegner: Ennepetal! Tabellenletzter, klar – aber genau das macht sie aktuell so gefährlich. Ohne Druck spielen sie frei auf, sind unberechenbar und aktuell deutlich stärker, als es der Tabellenstand vermuten lässt.

Realtalk: Ennepetal hat in der Rückrunde bereits deutlich mehr Punkte geholt als wir. Heute haben sie Gievenbeck, aktuell in absoluter Topform, mit 3:2 geschlagen. Das verdient größten Respekt und absolute Konzentration nächste Woche.