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Sonntag, 18.10.2026 19:47 Uhr

TSG bekommt Last-Minute-Ausgleich umme Ohren gebrettert



DJK TuS Hordel – TSG Sprockhövel 1:1 (0:0)

Es gibt Unentschieden, mit denen man leben kann. Und es gibt Unentschieden, die sich wie eine Niederlage anfühlen. Das heutige 1:1 bei der DJK TuS Hordel gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Ein bitterer Nachmittag, der vor allem eines hinterlässt: maßlose Enttäuschung. Bei Spielern, Verantwortlichen und den mitgereisten Fans, die am Ende bedient die Heimreise antreten mussten.

Schon die erste Halbzeit war alles andere als ein fußballerischer Leckerbissen. Beim Stand von 0:0 ging es in die Kabinen. Hordel präsentierte sich keineswegs als übermächtiger Gegner, und dennoch gelang es unserer TSG nicht, die Partie entscheidend an sich zu reißen. Viel Kampf, wenig Klasse und kaum etwas, das die Zuschauer von den Sitzen gerissen hätte.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb vieles Stückwerk. Besonders sinnbildlich: Eron Morina, der durchaus toll gespielt hat, aber mehr mit dem rutschigen Untergrund beziehungsweise seinem fehlenden Halt zu kämpfen hatte als mit seinen Gegenspielern. Und dann war da noch der Schiedsrichter. Eine Leistung, die sich nahtlos in das insgesamt schwache Niveau dieser Partie einfügte. Fragwürdige Entscheidungen und reichlich Gründe, sich aufzuregen. Allerdings wäre es viel zu einfach, die Schuld beim Unparteiischen zu suchen. Denn das war nicht der Fall!

Gegen dieses Hordel hätten wir gewinnen müssen.

Als Kapitän Ibrahim Bulut unsere TSG mit 0:1 in Führung brachte, schien der Nachmittag doch noch ein versöhnliches Ende zu nehmen. Doch selbst das gelang nicht. In der Nachspielzeit schlug Hordel tatsächlich noch zu zum 1:1.

Auf den Rängen herrschte Ernüchterung. Die mitgereisten TSG-Anhänger hatten sich durch einen über weite Strecken dürftigen Fußballnachmittag gekämpft, durften spät auf den Auswärtssieg hoffen und wurden am Ende bitter enttäuscht. Und selbst in der Redaktion sorgte dieser späte Ausgleich für blankes Entsetzen.

Die Spielberichte waren geschrieben, die Storys vorbereitet, die Beiträge für den erhofften Auswärtssieg praktisch veröffentlichungsreif. Alles war angerichtet, um über drei wichtige Punkte zu berichten.

Doch dann kam die Nachspielzeit. Ein Gegentor reichte, um mit einem Schlag die gesamte redaktionelle Vorbereitung in die Tonne zu werfen. Texte über den Auswärtssieg, fertige Grafiken und vorbereitete Jubel-Storys: alles hinfällig. Statt einen Auswärtssieg zu feiern, musste man sich plötzlich mit der Frage beschäftigen, wie man diesen unnötigen Punktverlust überhaupt erklären soll.

Natürlich kann man auswärts unentschieden spielen. Natürlich darf man auch mal einen schlechten Tag erwischen. Aber wer höhere Ansprüche an sich selbst stellt, muss solche Spiele gewinnen. Ohne Wenn und Aber.

Am Ende bleibt ein Punkt, der sich nicht wie ein gewonnener, sondern wie zwei leichtfertig verschenkte anfühlt. Dazu enttäuschte Gesichter auf den Rängen, bediente Fans auf der Heimreise und eine Redaktion, die ihre Arbeit praktisch noch einmal von vorne beginnen durfte.

Man muss nach einem solchen Nachmittag nicht alles schönreden. Auch nicht im eigenen Verein. Konstruktive Kritik gehört dazu, gerade wenn man mehr erreichen möchte.

Das war zu wenig. Das war unnötig. Deswegen nach vorne schauen und das nächste Mal besser machen bitte!

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