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1. Mannschaft
Sonntag, 20.09.2026 18:58 Uhr

TSG stellt sich selbst ein Beinchen: 2:1 gegen Maaslingen

In Maaslingen bleiben die Punkte liegen: Nach der 2:1-Niederlage geht es mit leeren Händen auf die lange Heimreise. Eine Niederlage, die (ERNEUT) besonders ärgerlich ist, weil an diesem Sonntag eigentlich deutlich mehr drin gewesen wäre.

Aber der Reihe nach: Die lange Anreise war geschafft, die Bedingungen passten. Im Grunde war alles angerichtet. Nur unsere Jungs wirkten zu Beginn des Spiels nicht so, als wollten sie Maaslingen sofort zeigen, wer hier das Spiel bestimmt.

Denn statt den Gastgeber früh unter Druck zu setzen und ihm möglichst schnell den Dolchstoß zu verpassen, agierte unsere Elf defensiv, abwartend – teilweise fast schon zu passiv.

Und Maaslingen reichten ganze zwei Minuten zum Sieg

In der 44. Minute gab es nach einem Foul von Aleksandar Dimitrov Elfmeter: Knällmann zog vom Punkt erneut den Kürzeren. Als die Bala-Jungs sichtlich unsortiert und in Gedanken bereits in der Kabine waren, legte Maaslingens Beckmann in der Nachspielzeit das 2:0 nach.

Und wieder einmal passierte in der zweiten Hälfte etwas, das wir in dieser Saison nicht zum ersten Mal beobachten: Der Rückstand wurde zur Initialzündung.

Plötzlich war die Intensität da. Mehr Mut, mehr Zug nach vorne, mehr Entschlossenheit. Mounir Azzam verkürzte in der 57. Minute per Elfmeter auf 2:1 – und die TSG war auf einmal „back in the game‘.

Genau das muss aber nachdenklich machen. Ein Rückstand darf nicht dauerhaft der Aktivierungsreiz sein, den eine Mannschaft braucht, um ihr eigentliches Leistungsniveau abzurufen. Moral und Comeback-Qualitäten sind eine Stärke. Diese „Rocky Balboa“-Mentalität hat unser Team mehrfach gezeigt! Geil! Wenn man diese Kräfte aber regelmäßig erst mobilisiert, nachdem man sich selbst in Schwierigkeiten gebracht hat, wird aus einer Stärke irgendwann ein Problem.

Gegen Bielefeld ging es gut. Gegen Vreden kämpfte man sich zurück. In Horsthausen kam die Reaktion nach einem 0:3. Und auch heute in Maaslingen musste es erst wieder wehtun.

Und es reicht eben nicht, nur eine Halbzeit zu gewinnen. Das zeigte sich heute in Maaslingen genauso wie bereits in der vergangenen Woche in Horsthausen. Wer über 90 Minuten Punkte holen will, muss auch über 90 Minuten präsent sein und nicht erst dann, wenn das Spiel bereits in die falsche Richtung läuft.

Die TSG kann reagieren. Jetzt muss sie wieder lernen, selbst zu agieren.

Denn diesmal reichte die Initialzündung nicht aus.

Kopf hoch, Männer! Nächste Woche werden wieder Netze zerfetzt! 🫡