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Freitag, 04.09.2026 22:51 Uhr

Remis: Erstklassiger Fußballabend in der wattgeht Arena

Sprockhövel. Was für ein Fußballabend in der Wattgeht-Arena. Die TSG Sprockhövel und die SpVgg Vreden trennten sich nach einem bis zum Schluss völlig offenen Spiel mit 4:4.

Und manchmal erzählt das Ergebnis gar nicht die wichtigste Geschichte des Abends. Die ist nämlich, wie unsere Mannschaft aufgetreten ist: nicht aufgegeben, immer wieder zurückgekommen. Genau diesen Fight wollten wir sehen.

Die Partie begann top: Anas Akhabach brachte uns bereits in der 13. Minute mit 1:0 in Führung. Danach drehte Vreden das Spiel allerdings innerhalb kürzester Zeit. Martin Sinner (22.), Maximilian Hinkelmann (23.) und Julian Risthaus per Elfmeter (27.) stellten auf 1:3.

Der Strafstoß ging dabei durchaus in Ordnung. Ärgerlicher waren die beiden Treffer zuvor: zu einfach, teilweise auch etwas unglücklich – insgesamt war unsere Defensive inkl. Torwart in dieser Spielphase zu anfällig.

Aber genau dann zeigte diese Mannschaft wieder ihren Charakter.

Cihat Topatan verkürzte bereits in der 30. Minute auf 2:3 und legte unmittelbar nach der Pause noch einen drauf: 47. Minute, 3:3! Die wattgeht-Arena war wieder voll da. Wir haben es in einem der letzten Artikel geschrieben: Topatan entwickelt sich zu einem durchaus vorhergesehenen Explosivspieler.

Nach dem 3:4 für Vreden wurde unser Team noch einmal im Kollektiv hochkonzentriert. Coach Balaika brachte unter anderem seinen neuen Spieler Noah Kosthorst. Dieser traf in der 88. Minute zum 4:4 und belohnte die Mannschaft für einen starken Fight bis zum Schluss.

Damit bestätigte sich einmal mehr, was sich schon in den vergangenen Wochen angedeutet hat: Bei dieser TSG kann es offensiv von überall klingeln. Diesmal waren es Anas Akhabach, der doppelte Cihat Topatan und Neuzugang Noah Kosthorst.

Natürlich gibt es nach acht Toren auch Dinge aufzuarbeiten. Vier Gegentreffer sind zu viel und defensiv war das (vielleicht) nicht unser bester Abend. EGAL!!! Denn diese Mannschaft hat etwas, das sich nicht einfach trainieren lässt: Sie gibt nicht auf.

Heute hätten es auch null Punkte werden können. Stattdessen hat sich die TSG diesen einen Punkt mit Mentalität und Leidenschaft erarbeitet. Es hätten aber auch Drei werden können. Egal! Solange das Team auf dem Platz wirklich alles gibt, sind die Fans stolz und glücklich.

Dazu eine tolle Stimmung im Stadion, ein Gegner, der ebenfalls voll dagegenhielt, und ein Freitagabend, der beste Werbung für den Oberliga-Fußball war.

Es macht momentan einfach richtig Spaß, dieser Mannschaft zuzuschauen.