TSG unterliegt 2:3 im Finale nach schwachem Elfmeterschießen
Die große Pokalparty blieb aus. Nach über 90 intensiven Minuten musste sich unsere TSG im Finale des Krombacher Kreispokals dem FC Hellas Makedonikos Hagen im Elfmeterschießen geschlagen geben. Ein Finale, das spielerisch sicherlich kein Leckerbissen war, dafür aber einige fußballphilosophische Erkenntnisse geliefert hat.
Die große Frage nach Abpfiff beschäftigte uns vom Marketingteam tatsächlich intensiv: War Hellas heute so stark – oder trat unsere Mannschaft trotz zweier Klassen Unterschied phasenweise eher wie ein Bezirksligist auf?
Die Antwort darauf ist nicht ganz einfach. Denn schaut man sich die Einzelleistungen an, gab es definitiv richtige Lichtblicke. Beispiel Jonah Husseck: Er ging als Kapitän einmal mehr voran und zeigte eine sehr starke Partie. Auch Öztürk, Yasar, Topatan, Arifi, Dimitrov oder Sayin wussten spielerisch zu überzeugen. Auch die Anhari Brüder waren spritzig und flink wie eh und je.
Und trotzdem gelang es unserer Mannschaft nicht, das Spiel an sich zu reißen. Hellas war spielerisch sicher keine Übermannschaft, funktionierte aber als absolutes Kollektiv. Spieler, Trainerteam und sogar Fans marschierten komplett in eine Richtung. Es erinnerte fast ein wenig an die Borg aus Star Trek: weniger individuelle Klasse, dafür maximale Geschlossenheit. Und genau das imponierte sehr.
Am Ende bleibt der TSG eine bittere Niederlage und die Erkenntnis, dass Fußball manchmal weniger mit individueller Qualität, sondern mehr mit absolutem Zusammenhalt entschieden wird.
Zum Spiel selbst: Über weite Strecken plätscherte die Partie vor sich hin. Hellas wirkte in der Schlussphase körperlich komplett am Limit und brachte offensiv kaum noch Entlastung zustande. Selbst nach der roten Karte gegen Seymen Sayin in der 67. Minute gelang es den Hagenern kaum, gefährliche Aktionen nach vorne zu kreieren.
Die TSG wiederum spielte den Ball zwar ordentlich nach vorne, doch es fehlte die letzte Konsequenz und vor allem die echte Torgefahr.
Auch im Elfmeterschießen fehlte die absolute Überzeugung. Zu viele Abschlüsse wirkten zu harmlos und ohne die nötige Entschlossenheit für ein Finale, sodass das Spiel 2:3 für Hellas ausging.
Natürlich darf man eines nicht vergessen: Die TSG musste heute auf wichtige Namen wie Bulut oder Hendel verzichten. Auch Coaches Balaika und Antwi-Adjei waren heute nicht da.
Fun Fact in diesem Zuge: Ishak Dogan, der heute erstmals als Trainer an der Seitenlinie unserer Jungs stand, machte einen sehr engagierten Eindruck. Und man kann ahnen, was Dogan nach seiner Spielerzeit machen wird. Ihm hätten wir seinen ersten Titel direkt bei seinem ersten Einsatz als Coach sehr gegönnt. Zumal er bereits ein paar Stunden vorher als Spieler bei den Altherren den Pott in die Luft heben durfte.
Wir danken Hellas für den emotionsgeladenen Fußballnachmittag und gratulieren aus vollem Herzen zum Pokalsieg. Wir wünschen Euch ganz viel Erfolg im Westfalenpokal. Und denkt dran: Bis zur Teilnahme am DFB-Pokal sind es am Ende „nur“ noch sechs Siege.
