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Mittwoch, 22.04.2026 23:37 Uhr

TSG geht in Rhynern baden – 2:5 trotz tollem Comeback-Ansatz

Unser Team um Chef-Coach Andrius Balaika geht bei Westfalia Rhynern mit 2:5 unter – vor allem, weil die ersten 30 Minuten komplett neben der Spur waren. Mental noch in der Kabine, liefen unsere Männer früh einem klaren Rückstand hinterher.

Aber von Anfang an: Michels trifft in der 12. Minute erstmals seit seiner Rückkehr wieder – allerdings (unglücklich) ins eigene Tor. Kurz darauf nutzt Rhynerns Thiemann einen Ballgewinn an der Mittellinie nach einem (wieder unglücklichen) Zuspiel von Keeper Alisic und hebt den Ball mit einem feinen Lupfer à la Arda Güler über alle hinweg ins TSG-Netz. Als dann Rhynerns Torkanone Wagner auf 3:0 stellt, scheint die Partie früh entschieden.

Doch wer dachte, die TSG gibt sich auf, wurde noch vor der Pause eines Besseren belehrt. Ibrahim Bulut dreht auf und bringt sein Team mit einem Doppelpack zum Verlieben innerhalb von zehn Minuten zurück ins Spiel. Plötzlich ist wieder alles offen. Wieder Bulut, der einmal mehr unterstreicht, dass er aktuell das Gesicht dieser Mannschaft ist und sie zusammenhält wie kaum ein anderer.

Kurz vor und nach dem Seitenwechsel übernahm die TSG komplett das Kommando. Der Ausgleich lag in der Luft! Und fast auf dem Fuß von TSG-Wirbelwind Topatan. Aber dann lässt eine selbst für Rhynern überraschende Elfmeterentscheidung das Spiel kippen. TSG Co-Trainer Antwi-Adjei ist außer sich: „Mir und allen im Stadion fehlen die Worte.“ Das 2:4 wirkte wie ein Leberhaken, der die TSG sichtbar taumeln ließ.

Kurz vor Schluss fällt noch das 5:2 – Ergebniskosmetik ohne echten Mehrwert.

Was bleibt, ist ein bekanntes Muster: Die TSG aktuell wie Hulk oder Dr. Jekyll & Mr. Hyde: anfangs unbedacht und hilflos, doch dann wird ein Schalter umgelegt und das Team mutiert zum Monster, das in dieser Liga mit jedem mithalten kann. Die entscheidende Frage: Finden Trainer Andrius Balaika und das gesamte Team diesen Schalter auch für "ab Minute eins" ?

Die nächste Chance kommt schnell: Gegen Türkspor Dortmund kann die Mannschaft als „Sprockhövel Avengers“ vor heimischer Kulisse auftreten und sich mit einem Sieg wie Superhelden feiern lassen. Aber so richtig! Wir stehen hinter unseren Männern und freuen uns auf das intensive Fußballspiel am Sonntag in unserer Wattgeht Arena.